Die wunderbare Barbara Streidl hat mich für den lila podcast interviewt. Es geht um das Zeigen der Vulva, um pussy hats und viele andere lila Themen. Und das Tollste, daraufhin bot eine Hörerin an, mir auch einen pussy hat zu stricken. Ich freue mich schon so!

Hier könnt ihr das Gespräch hören:

http://lila-podcast.de/lila081-vulva-rettet-menschheit/

Es ist wieder so weit, von jeder Laterne und jedem Stadtbaum lächeln und Politiker*innen entgegen, die nur eines von uns wollen: dass wie sie wählen.

Eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes schreiben, aber dann hat mich der Wahlblues erwischt und so geht es um die Entscheidung am 24. September. Nachlesen könnt Ihr das hier:

http://www.taz.de/Kolumne-Mithulogie/!5436843/

Fünfzig Jahre ist es her nächstes Jahr, dass 1968 war. Aber was war 1968? Und was bedeutet das für heute?

Susanne Schüssler vom WAGENBACH Verlag lud 14 Autor*innen ein, sich darüber Gedanken zu machen. Das Ergebnis ist das Buch „Wetterbericht – 68 und die Krise der Demokratie“.

Ich freue mich, dass ich einen Text für dieses feine Buch schreiben durfte.

Er fängt so an:

Quo vadis, Feminists?

Feminismus hat mein Leben verändert. Nicht nur im übertragenen Sinne. Das auch. Zunächst beschehrte der Feminismus mir jedoch meinen glänzenden Deutschen Pass. Na ja, meinen nicht mehr ganz so glänzenden Pass, weil ich ihn ständig mit mir herumtrage, um zu beweisen, dass ich wirklich ich bin.

Hier soll es nun um die Deutsche Frauenbewegung vom Tomatenwurf bis heute gehen und um die Frage, ob genügend Tomaten geflogen sind und wir heute Ketchup für alle haben. Aus diesem Grund, wäre dieser Text nahezu nicht zustande gekommen. Wer bin ich, um mir das anzumaßen?

Zum Glück habe ich meinen Pass, um diese Frage zu beantworten: Ich bin Deutsche. Weil die Frauenbewegung für das Recht meiner Mutter gekämpft hat, mir ihre Staatsangehörigkeit zu geben. Tatsächlich hat meine Mutter als Teil der Initiative der mit Ausländern verheirateten Frauen (IAF), als Teil der Deutschen Frauenbewegung dafür gekämpft. 1974 stimmte ihnen das Bundesverfassungsgericht zu, dass es mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung unvereinbar ist, wenn die Staatsangehörigkeit nur über den Vater „vererbt“ wird. Am 1. Januar 1975 wurde das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz geändert und am 28. Januar wurde ich Deutsche. Das war ein Dienstag. …“

Mehr lesen könnt ihr hier:

https://www.wagenbach.de/buecher/demnaechst-erscheinen/titel/1115-wetterbericht.html

Eines der ersten Bücher, die ich jemals fürs Radio rezensiert habe, war „Der Gott der kleinen Dinge“ von Arundhati Roy. Ich war damals die erste, die bei dem Verlag um einem Interview angefragt hat. Und dann kam die Nachricht von dem Booker Preis und plötzlich interessierten sich wirklich alle für Arundhati Roy. Doch die tolle Pressefrau reservierte mir trotzdem meinen Interviewtermin, dadurch war ich die einzige komplett unbekannte Journalistin, die mit Arundhati Roy sprechen durfte. Und das war eher desillusionierend, da sie nur die selben Statements wiederholte, die ich bereits in der britischen Presse gelesen hatte. Wirklich erschrocken war ich, als sie zu mir sagte: Sie halten mich für sehr exotisch, aber ich will als Schriftstellerin ernst genommen werden. Und ich stand da und dachte: NEIN, das ist die weiße Presse, das bin ich nicht.

Über die Jahre habe sie noch ein paar mal interviewt. Als sie nicht mehr Fiktion geschrieben hat, sondern poltitische Essays und die Interviewer nicht mehr Schlange standen. Und da war ich wirklich positiv überrascht, weil sie da viel selbstironischer war und auch differenzierter. Ich bin ein großer Fan von Roys Essays unf fand den „Gott der kleinen Dinge“ im Rückblick deutlich schwächer. Deshalb war ich am Anfang ein wenig besorgt, als ich erfuhr, dass sie einen neuen Roman geschrieben hat. Aber ich muss sagen, das Buch hat mich einfach umgeworfen. Ich halte es für den wichtigsten Roman dieses Jahres, wenn nicht dieses Jahrzehnts

Hier könnt ihr meine Rezension für den Deutschlandfunk, Büchermarkt, als Buch der Woche nachhören und nachlesen: http://www.deutschlandfunk.de/neues-buch-von-arundhati-roy-in-graebern-leben-lernen.700.de.html?dram:article_id=393377

Alle reden über Gender. Ich auch. Und auch in meiner Kolumne. Inspiriert von den Brit*innen. Gender Euphorie statt Dysphorie. Hier könnt Ihr die Kolumne nachlesen:

https://www.taz.de/!5432691/

Wer hätte gedacht, dass Gender einmal ein so kontroverser Begriff werden würde. In meinem feministischen Zwischenruf für das Gunda Werner Institut versuche ich zu verstehen, woher die Abwehrreaktionen kommen. Oh, und es geht natürlich auch um Dr. Who.

Hier könnt Ihr ihn lesen:

http://www.gwi-boell.de/de/2017/08/01/fragen-sie-dr-gender