Das ist eine ernst gemeinte Frage. Meine aktuelle Montagskolumne in der taz ist dieses Mal ganz persönlich, es geht um ein Feature, für das ich zur Zeit recherchiere und Interviews mache. Das Thema sind Männerrechtler. Bei keinem anderen Thema war ich bisher so verunsichert. Angefangen bei der Frage: Ist es in Ordnung mit Männerrechtlern zu reden?

Hier könnt Ihr selber lesen:

https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5456752&s=mithu/

Das Bild ist übrigens aus dem Bundesarchiv, Bild 146-2008-0211 / CC-BY-SA 3.0

und zeigt …  ein U-Boot.

Die taz bat mich über #metoo und männliche Opfer zu schreiben. Ich habe darauf einige erschütterte Briefe bekommen und ich möchte wirklich niemandem auf die Füße treten oder meine Meinung aufzwingen.  Er ist als offenes Sprechangebot gemeint. Vielleicht liegen die Statistiken, die ich zitiere, daneben. Aber auf jeden Fall ergeben sie, dass alle Opfer ernst zu nehmen sind. Viel Spaß beim Lesen!

http://www.taz.de/!5453746/

Es geht mal wieder rund, eine neue Sexismusdebatte steht an, ausgelöst durch einen Facebook-Post von Sawsan Chebli, Staatssekretärin in Berlin. Sie schrieb:

„Vorfall: Ich sollte heute Morgen eine Rede halten. Vier Männer sitzen auf dem Podium. Ich setze mich auf den reservierten Platz in die erste Reihe. Vorsitzender vom Podium aus: „Die Staatssekretärin ist nicht da. Ich würde sagen, wir fangen mit den Reden dennoch an.“ Ich antworte ihm aus der ersten Reihe: „Die Staatssekretärin ist da und sitzt vor Ihnen. Er antwortet: „Ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind Sie auch so schön.“ “

Seitdem diskutieren sich alle die Köpfe heiß: War das Sexismus oder nicht? Wo fängt Sexismus an?

Deutschlandfunk Kompressor sprach mit mir darüber, hier könnt ihr das Gespräch hören:

http://www.deutschlandfunkkultur.de/der-fall-chebli-wo-faengt-sexismus-an.2156.de.html?dram:article_id=398423

Die Nachrichten sind apokapyptisch. Deshalb sollten wir es nicht sein!

Mein aktueller Feministischer Zwischenruf für das Gunda Werner Institut fasst mein Unwohlsein über die aktuelle politische Wetterlage zusammen und sucht nach Löchern in der Wolkendecke.

Hier könnt ihr ihn lesen:

http://www.gwi-boell.de/de/2017/10/12/viele-gruesse-eure-apokalypse

Es ist mal wieder Montag. Jeder dritte Montag ist: Was wolltest du denn immer schon einmal mit allen teilen?-Tag.

Meine aktuelle Mithulogie-Kolumne beschäftigt sich mit der Vorstellung, die wir von Mutterschaft/Vaterschaft haben, wer gehört dazu, wer gehört nicht dazu, und was ist, wenn du Vater bist, der Staat aber darauf besteht, dass du Mutter bist. Manchmal denke ich mir, das wäre ein guter Turing-Test: Sind Sie ein Mensch oder ein Computer? Test: Sind Sie in der Lage mit Konzepten umzugehen, die Ihr Weltbild erweitern? Error … can’t process …

Hier könnt ihr sie lesen:

http://www.taz.de/Kolumne-Mithulogie/!5451876/

Ich bin so glücklich und ich möchte das mit euch allen teilen! Mein „Vergewaltigungs“-Buch wird auf Englisch erscheinen bei den mighty Verso-Books. Ich bin gerade dabei es zu übersetzen und für ein englisches/amerikanisches Publikum zu überarbeiten. (Spoiler: es wird zwei Kapitel mehr haben als die Deutsche Ausgabe).

Und jetzt hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mein Buch mit dem Sonderpreis „Geisteswissenschaften International“ ausgezeichnet. Hurra!

Daran ist eine Übersetzungsförderung gekoppelt. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft. Und das ist wirklich wunderbar und auch notwendig. Auch tolle und wichtige Verlage wie Verso haben wirkliche Probleme, die Kosten für eine Übersetzung aufzubringen.

Danke Börsenverein des Deutschen Buchhandels, danke Nautilus, danke Verso!

Die letzten Monate waren von dem Ringen um Gender in allen möglichen Ausformungen bestimmt. Angefangen bei dem Streit um die Gender studies, über das Google Gender Memo bis hin zum Wahlkampf, in dem die Partei, deren Namen ich nicht nennen möchte, in ihrem Programm gefordert hat, die Gelder für die Gender studies zu streichen.  Hier ein Gespräch mit mir über Gendertrouble auf WDR 3 Kultur am Sonntag:

Auf dem Bild seht ihr übrigens das tolle Analogtheater mit seiner Aufführung „Gendertrouble in Germany“.