Jetzt ist es offiziell, ich habe nicht gesagt Vergewaltigung sei ein prima Erlebnis! Ihr erinnert euch? Ich hoffe nicht. Aber für alle, die sich fragen, ob ich Vergewaltigungen relativiert habe, kommt jetzt hier die Aufklärung.

Correctiv hat die Hintergründe für den Shitstorm gegen mich recherchiert und ich freue mich super, dass ich jetzt meinen ersten Correctiv Eintrag habe. Hier könnt ihr ihn lesen.

I’m so happy: The Guardian has asked me to write about a theme close to my heart. I chose race and the difficulty to speak about it in Germany.

Here is my piece:

https://www.theguardian.com/commentisfree/2019/sep/18/germany-race-conversation-afd-openness

 

Foto: Kreuzschnabel/Wikimedia Commons, Lizenz: Cc-by-sa-3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode)

Am 4.6.2019 wurden 10 Muslime am Kölner Hauptbahnhof von der Polizei überwältigt und der Bahnhof abgesperrt, weil Passanten ihre „weißen Gewänder und schwarzen Westen“ beängstigend fanden. Die jungen Männer waren zum Ende des Ramadans feierlich gekleidet und hatten nichts Schlimmeres getan, als zu ihren Zügen zu laufen.

Das kann passieren, sollte aber nicht wieder passieren. Und deshalb müssen wir jetzt ganz schnell daraus lernen. Und bitte alle zusammen. Hier mein offener Brief in der taz:

http://www.taz.de/Kolumne-Mithulogie/!5601508/

Und so sieht er auch, der Kölner Hauptbahnhof, Foto von Thomas Robbin, ich verwende es unter der Creative Commons Lizenz.

Das hat mich in den letzten Tagen am meisten aufgewühlt: Am 21.4.2019 wurde Tonou Mbobda, ein freiwilliger Patient in der offenen Psychiatrie, gegen seinen Willen medikamentalisiert und fixiert. Zeugen sprachen von gewalttätigen Szenen, er verlor das Bewusstsein und starb wenige Tage später.

Heute startete am Landgericht Düsseldorf die Zeugenvernehmung im Fall des Syrers Amad A., der auf Grund einer – möglicherweise absichtlichen – Verwechslung verhaftet worden war, monatelang unschuldig in Kleve im Gefängnis saß und schließlich durch einen Brand in seiner Zelle starb. Ein Fall von solcher Tragik, dass er nur eine Ausnahme sein kann. Doch dann stellte sich heraus, dass in NRW noch zwei weitere Männer auf Grund von Verwechslungen im Gefängnis saßen. Beide hatten keine deutsche Staatsbürgerschaft.

Jetzt wendet sich die Black Community mit einem offenen Brief an die Medien, sich mit institutionalisiertem Rassismus auseinander zu setzen. Doch was ist institutionalisierter Rassismus?

Hier meine kleine Einführung

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-politikum-kommentar/audio-was-ist-rassismus—und-wenn-ja-wie-viele-100.html

Das Bild stammt von Tony Webster und ich verwende es unter der Common Media Lizenz.

Ich bin ja Fan von Barbara Streidl und Susanne Klingner, deshalb war ich umso glücklicher, als sie mich eingeladen hatten, auf dem Frauenstudienkongress in München einen Vortrag zur Zukunft … unser aller Zukunft … der Zukunft der Bewegung … der besten aller denkbaren Zukünfte … oder worüber ich halt gerne reden wollte zu halten. Ich wollte über Liebe reden. Und ich bin ganz bezaubert, dass der Vortrag online ist.

Hier könnt Ihr ihn entweder als podcast – auf dem mighty lila podcast – hören oder als Video anschauen:

https://lila-podcast.de/lila106-liebe-deinen-feminismus-wie-dich-selbst/

Hier ein Foto mit einer Technologie aus dem frühen 20. Jahrhundert, das ist Retroironie, ganz groß im Kommen;-)

Ich muss gestehen, ich liebe Enid Blyton. Ich habe wahrscheinlich alle ihre 752 Bücher gelesen und viele davon mehrfach gelesen. Und eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten darüber. Und ich weiß um all die Probleme mit diesen quietschsauberen Kindern, die Verbrecher jagen, die immer viel ärmer sind, als sie selber. In den 60er Jahren begann dann die Debatte über Rassismus in ihren Büchern. Und ja, sie sind rassistisch, so wie die meisten anderen Bücher dieser Zeit. Aber die meisten anderen Bücher werden nicht mehr gelesen. Dann gab es den Versuch, sie zu bereinigen, indem bestimmte Worte aus ihnen gestrichen wurden, so dass aus „bad black men“ nun „bad men“ wurden. Besser? Hmmm …

Und trotzdem gehören diese Kinderbücher zu den bemerkenswertesten, die sie englische Literatur zu bieten hat. Weil sie Kindern auf Augenhöhe begegnen.

In Englad gibt es eine sehr erolgreiche Serie von Spoof 5 Freunde Büchern. Mit Titeln wie „Five go Gluten Free“ oder „Fünf Freunde werden Helikopter Eltern“. Die beiden Bände sind inzwischen ins Deutsche übersetzt.

Hier ist meine Meinung dazu für WDR 3, Kultur am Mittag.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-kultur-am-mittag/audio-fuenf-freunde-und-die-retrowelle-100.html

Ich bin mit Erinnerungskultur auf allen Kanälen aufgewachsen. Nur hieß das in den 1980er Jahren in Deutschland immer Erinnern an den Faschismus. Nie wieder Faschismus und Nie wieder Krieg! Das ist so wichtig. Gleichzeitig kamen Leute wie ich in der deutschen Erinnerungskultur nicht vor. Warum eigentlich nicht? Weil wir halt nicht da waren? Waren wir aber doch!

Und es ist ist nicht nur wichtig, das zu wissen, es ist auch notwendig, wenn wir als Demokratie zusammen leben wollen.

Michael Kohtes von WDR 3, Gutenbergs Welt, fragte mich, was ich so zu Erinnerungskultur denke.

Hier könnt Ihr die gesamte, sehr hörenswerte Sendung hören, meinen Essay gibt es ab 46 Minuten:

https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-gutenbergs-welt/gedaechtnis-und-erinnerung-100.html

Das Bild zeigt übrigens eine deutsche Kaiserin mit meiner Hautfarbe:Theophanu.
Ich verwende es unter der Creative Commons Lizenz.

und die Antworten darauf fallen überraschend spannend und unterhaltsam aus. Am 10.1. lud Thomas Ihm vom SWR den Kulturwissenschaftler und Punkmusiker Dr. Jörg Scheller und den Filmkritiker und Regisseur Rüdiger Suchsland und mich ein, über den amerikanischsten Österreicher zu sprechen: Arnold Schwarzenegger und was sein bodygebuildeter Körper mit dem Körperbild von Jugendlichen und der Gesellschaft macht. Hier ist das Gespräch nachzuhören:

https://swrmediathek.de/player.htm?show=95ccca90-14c5-11e9-9a07-005056a12b4c

Das ist ein Bild von ihm, bevor er 1974 zum Mr. Olympia Contest antrat. Ich verwende das Bild unter der common media Lizenz.

Die tolle Frauke Meyer hat für das Frauenkulturbüro NRW und das Schauspiel Düsseldorf ein Symposium „Wonderlands-Führungspositionen in den Performing Arts“ organisiert, geplant und durchgeführt. Sie hatte mich eingeladen zusammen mit der großartigen Stawrula Panagiotaki zu sprechen. Daraus wurde dann ein Impulsvortrag und ein Gespräch und ich freue mich total, dass es hier online ist:

Die Missy schreibt immer die besten Jahresrückblicke. So auch dieses Mal. Und ich bin stolz wie (originellen Namen einsetzen), dass ich mit erwähnt werde: in der Kategorie Wahrhaftigster Satz des Jahres.

kommt gut in ein Superjahr 2019, love Mithu

Das Foto von dem schönen Feuerwerk stammt von Andreas Konopka, und ich verwende es unter der Common Media Lizenz.