Und hier geht es zu dem neuen Stern Titel „Ich habe abgetrieben“ – ja auch 50Jahre später ist das noch immer ein Politikum.

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Bild: Stern Nachgefragt

Mit „Stolz und Vorurteil“ stellen Ihnen Mithu Sanyal, Rebekka Link und Regina Münch den bekanntesten Roman der britischen Schriftstellerin Jane Austen vor. Der Roman ist durch und durch britisch – und darf keinesfalls nur als reiner Liebesroman gelesen und verstanden werden.

 

Für Gutenbergs Welt habe ich in der Folge Freiheit ein Kritikerinnengespräch über „Lolly Willows oder Der liebevolle Jägersmann“ von Sylvia Townsend Warner geführt.

Hier gibt es die Folge zum Nachhören.

Ihr Name ist Sarah Everard. Sie wurde auf ihrem Heimweg in London entführt und ermordet. Das ist ein so schreckliches Verbrechen, dass ich ihm in einem Kommentar natürlich nicht gerecht werden kann.

Doch scheint genau das die Strategie der britischen Regierung zu sein: Schnell ein paar Maßnahmen raushauen wie – nachdem ein Elitepolizist wegen dringendem Tatverdacht verhaftet worden ist – doch mehr Polizisten auf die Straßen zu schicken, damit sich Frauen sicherer fühlen. Man kann es sich nicht ausdenken. Auch die Frauen in Clapham Common haben sich bestimmt supersicher gefühlt, als die Mahnwache für Sarah Everard gewaltsam von der Polizei aufgelöst wurde. Oder als die Polizei von Haus zu Haus ging und Frauen riet, nachts nur noch in Begleitung auf die Straße zu gehen.

Als Reaktion schlug Baroness Jenny Jones nun vor, doch lieber Männern ab 18:00 Uhr zu verbieten, das Haus zu verlassen. Wie cool ist Jenny Jones? Super cool. WEIL SIE ES NATÜRLICH NICHT ERNST MEINT! Doch Vorschläge wie eine Ausgangssperre für Männer – oder eine Männersteuer –kommen tatsächlich immer wieder auf, wie zum Beispiel von dem Philosophen Keith Burgess-Jackson. Und das ist ein Problem.

 

Die WDR-Fernsehshow „Die letzte Instanz“ über Alltagsrassismus hat für massive Kritik gesorgt. Die WDR-Unterhaltungschefin entschuldigte sich für die „misslungene“ Sendung. In WDR 3 erklärt die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal, was wir aus dem Fall lernen können.

Hier geht’s zur Folge.

Markus Steinmayr schreibt über transatlantische Umdeutungen: Wie Michel Foucault zum Säulenheiligen von Postkolonialismus und Identitätspolitik wurde und warum es ein guter Zeitpunkt ist, Mithu Sanyals Roman „Identitti“ zu lesen.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen!

Zur Lektüre meines gestern erschienenen Artikel in der FAZ empfehle ich die Petition „Schluss mit dem Theater!“ – Wir sagen nein zu Rassismus an deutschen Theatern.

Bitte unterzeichnen und teilen!

 

Update: Wir haben gewonnen! Ein Sender liest ein Buch liest Identitti!

Fantastisch, herzlichen Dank an alle, die abgestimmt haben. Jetzt könnt ihr unter diesem Link an der Unterhaltung über Identitti teilnehmen!

„Drei Literaturliebhaber aus unserer Redaktion stellten je ein Buch vor, von dem sie meinen, dass es sich zu lesen lohnt. Jetzt steht fest, welches Buch wir alle gemeinsam lesen und später in „Bloß kein Stress“ besprechen: „Identitti“ von Mithu Sanyal.“

 

 

 

Beim SWR 1 wird derzeit abgestimmt, welches Buch der gesamte Sender zusammen lesen soll. Identittit hat es zur Auswahl der letzten drei geschafft. Stimmen Sie ab! Ich liebe dieses Format!

Hier geht es zur Abstimmung.

 

Geht es um die Beschreibung von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen, kommen wir nicht vom Fleck. Sind wir nicht neugierig genug, um für eine antirassistische Gesellschaft zu kämpfen?

Ein Gastbeitrag von mir, erschienen am 19. März 2021 in der Sueddeutschen Zeitung

 

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