Es ist toll, wenn eine Autorin, die einmal sehr wichtig für einen war, ein Buch zu dem selben Thema schreibt, wie man selbst. Germaine Greer hat gerade in England ihren Essay „on rape“ veröffentlicht und damit international Schlagzeilen gemacht, weil sie es schafft, wirklich jedem auf die Füße zu treten. Das ist Greers große Stärke, dass sie keine Angst davor hat, kontrovers zu sein. Trotzdem sind viele ihrer Thesen sehr schwierig … Der Deutschlandfunk interviewte mich (sehr früh und übers Telefon) zu Lady Greers neuem Buch:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/germaine-greers-essay-on-rape-ein-hochproblematisches-buch.1008.de.html?dram:article_id=428947

 

Beitragsbild: Bloomsbury

Es ist merkwürdig: Da habe ich mir jahrelang an V. S. Naipaul abgearbeitet und in meinem Kopf wütende Auseinandersetzungen geführt und dann ist er plötzlicht tot und ich bin ernsthaft traurig. V. S. Naipaul ist einer dieser Schriftsteller, die man nicht aufhören kann zu lesen und dem man in nahezu jedem Satz widersprechen möchte. Ich erzähle warum in meinem Nachruf-Gespräch auf ihn auf Deutschlandfunk Kultur heute:

https://www.deutschlandfunk.de/zum-tod-des-literaturnobelpreistraegers-v-s-naipaul-der.691.de.html?dram:article_id=425278

Das Bild ist von JackNL „Drawing“ of V.S. Naipaul. Computer-software enhanced photo by JackNL, based on several photographs und wird von mi runter der Wikimedia Commons Lizenz verwendet.

Ich war schon immer von Richard Fariña fasziniert. Um ganz ehrlich zu sein, weil ich Mimi Baez so schön finde. Mimi ist die jüngere Schwester von Joan Baez und Ehefrau von Richard Fariña. Es gibt eine ganz tolle 4er Biographie von David Hajdu „Positively 4th Street“ über Richard und Mima und Joan und Bob (Dylan). Und dann gibt es da diesen Roman. Richard Fariñas einzigen Roman, weil er erschreckend jung bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen ist. Er war 29. Seine Frau Mimi 21. Und sein Roman 2 Tage alt. Der Titel des Romans ist „Been Down so Long, It Looks Like Up To Me“. Jetzt ist er nach über 50 Jahren zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt unter dem Titel: „Been Down so Long, It Looks Like Up To Me“.

Hier ist meine Besprechung auf Deutschlandfunk, Büchermarkt:

https://www.ardmediathek.de/radio/B%C3%BCchermarkt/Richard-Fari%C3%B1a-Been-down-so-long-it-lo/Deutschlandfunk/Audio-Podcast?bcastId=21648664&documentId=52325858

und so sieht der Roman aus:

 

Bild: Steidl

Eine walisische Schriftstellerin, die einen Roman über sexualisierte Gewalt schreibt, der von den Medien in Großbritannien hochgelobt wurde – nicht zuletzt wegen seiner experimentellen Sprache. Ich war hochgespannt und dann … aber hört selbst im Büchermarkt im Deutschlandfunk:

http://www.deutschlandfunk.de/emma-glass-roman-peach-der-sound-des-schmerzes.700.de.html?dram:article_id=412993

 

Beitragsbild: Nautilus Verlag

Am 6. Februar war der internationale Tag gegen Genitalverstümmlung. Deutschlandfunk Nova sprach mit mir über die Probleme mit dieser Bezeichnung, darüber, dass wir aber trotzdem keine perfekten Worte haben, und über den Rassismus in den Debatten.

Es bleibt komplex, auch bei einem so wichtigem Thema wie dem Recht von Menschen auf körperliche Unversehrtheit. Hier könnt ihr das Gespräch hören:

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/genitalverstuemmelung-jeden-tag-werden-8000-frauen-beschnitten

PS: Es geht in diesem Beitrag ausschließlich um die Beschneidung von Vulven, die von Penissen ist ebenfalls ein wichtiges Thema ist, das allerdings ein ganz eigenes Gespräch gebraucht hätte.

 

Urheberrrechte des Bilds: AnonMoos

Ich habe so viele Interviews zu #metoo gegeben, dass ich ein wenig den Überblick verloren habe. Hier alle Gespräche zu diesem Thema, dich ich in den letzten Monaten verpasst habe zu posten.

Deutschlandfunk Nova ist immer erfrischend:

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/frauenrechte-was-hat-metoo-bei-uns-gebracht

Das Bild auf der Startseite ist von Wolfmann.

Mein Plan für dieses Jahr ist, möglichst viele utopische Texte und Artikel und Feature zu schreiben. Die letzten beiden Jahren habe ich journalistisch hauptsächlich reagiert auf die … nennen wie sie Trumpisierung der Welt. Jetzt geht es darum, dem unsere eigenen Entwürfe gegenüber zu setzen! Oder?

Hier ein Vorschlag: Der WDR bat mich einen Essay zu Konsens zu schreiben. Bitte das Bild ignorieren. Leider kann ich es nicht entfernen lassen. Aber für das Stück habe mich zwei tollen Menschen Interviews geführt: mit Rona Torenz, von der demnächst im Schmetterling Verlag ihr Buch zu dem „Ja heißt ja“-Konzept erscheint. Ich durfte ihre Magisterarbeit dazu betreuen. Und mit Marije Janssen, Sexologist extraordinaire aus Utrecht. Look her up: https://marijejanssen.nl/

Und hier könnt ihr meinen Konsens-Essay hören:

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-hintergrund/audio-konsens-und-guter-sex-100.html

Ich bin ein Fan von Zadie Smiths Essays, umso glücklicher war ich über ihren neuen Roman „Swing Time“, der die literarische Umsetzung ihrer Essays ist. Mehr dazu erzähle ich im Deutschlandfunk Büchermarkt:

http://www.deutschlandfunk.de/zadie-smith-swing-time-ein-tanz-der-reflektionen.700.de.html?dram:article_id=406849

Das Foto von Zadie Smith ist von David Shankbone.

Es geht mal wieder rund, eine neue Sexismusdebatte steht an, ausgelöst durch einen Facebook-Post von Sawsan Chebli, Staatssekretärin in Berlin. Sie schrieb:

„Vorfall: Ich sollte heute Morgen eine Rede halten. Vier Männer sitzen auf dem Podium. Ich setze mich auf den reservierten Platz in die erste Reihe. Vorsitzender vom Podium aus: „Die Staatssekretärin ist nicht da. Ich würde sagen, wir fangen mit den Reden dennoch an.“ Ich antworte ihm aus der ersten Reihe: „Die Staatssekretärin ist da und sitzt vor Ihnen. Er antwortet: „Ich habe keine so junge Frau erwartet. Und dann sind Sie auch so schön.“ “

Seitdem diskutieren sich alle die Köpfe heiß: War das Sexismus oder nicht? Wo fängt Sexismus an?

Deutschlandfunk Kompressor sprach mit mir darüber, hier könnt ihr das Gespräch hören:

http://www.deutschlandfunkkultur.de/der-fall-chebli-wo-faengt-sexismus-an.2156.de.html?dram:article_id=398423

Das sind die Sätze, die mir denTag versüßen: „Du hast doch bestimmt eine Meinung zu Hugh Hefner.“ Heute morgen rief Deutschlandfunk Kompressor an und sprach mit mir über den Tod, aber vor allem über das Leben von Playboy-Mastermind HH.

Denn der Ober-Playboy und Viagra-Fan Hugh Hefner ist durchaus eine faszinierende, komplexe Figur. Ja, der Playboy ist auch sexistisch, aber er ist eben auch feministisch – zumindest wenn es nach Hugh Hefner geht, der ja bis an sein Lebensende nicht verstanden hat, warum die Feministinnen ihn nicht super fanden.

Hier ist das Gespräch zum Nachhören:

www.deutschlandfunkkultur.de/zum-tod-des-playboy-gruenders-hugh-hefner-haeschen.2156.de.html?dram:article_id=397053