Wusstet Ihr, dass Berlin 124 Ehrenbürger hat, aber nur 7 Ehrenbürgerinnen?

Um die Verhältnisse ein wenig zurecht zu rücken, stellt der RBB Berlinerinnen vor, die die Ehrenbürgerinnenwürde deutlich verdient hätten. Eine von ihnen ist die Ärztin Käte Frankenthal, geb, 1889, eine Pionierin für sexuelle und reproduktive Rechte, Pazifistin und rundum bad-ass-Feministin.

Zu der Sendung über sie lud der RBB die Ärztin und Vorkämpferin für die Abschaffung des §219 Kristina Hänel und mich ein, um darüber zu sprechen, wie es denn heute mit den sexuellen und reproduktiven Rechten so aussieht.

Hier geht es zu unserem Gespräch.

 

While everybody is talking about corona other problems don’t go away. Especially the problem of sexual violence. The amazing Nastaran Tavakoli-Far did a great feature about victim blaming for the BBC and I’m very happy I was one of the people she talked to. You can listen to it here on The Why Factor.

 

The picture is by Hugh Lee and I use it under the creative commons license.

Jetzt ist es offiziell, ich habe nicht gesagt Vergewaltigung sei ein prima Erlebnis! Ihr erinnert euch? Ich hoffe nicht. Aber für alle, die sich fragen, ob ich Vergewaltigungen relativiert habe, kommt jetzt hier die Aufklärung.

Correctiv hat die Hintergründe für den Shitstorm gegen mich recherchiert und ich freue mich super, dass ich jetzt meinen ersten Correctiv Eintrag habe. Hier könnt ihr ihn lesen.

Eigentlich wollte ich heute nur posten, dass Deniz Yücel freigelassen wird, nach einem Jahr Haft! Dass gute Dinge passieren und dass es Hoffnung gibt. Und das habe ich hiermit getan.

Auch andere Dinge passieren. In Essen und Gelsenkirchen gab es eine reihe von Gruppenvergewaltigungen, die mich sehr erschüttert haben. Weil die Täter sich vorher offen dazu verabredet haben: Komm, wir gehen vergewaltigen. Das ist nicht repräsentiv! Solche Fälle passieren, aber sie sind sehr selten. Trotzdem ist es wichtig darüber zu reden. Die Süddeutsche Zeitung interviewte mich zu dem Phänomen. Es war ein schönes Gespräch. Die Überschrift ist ein wenig reißerisch. Aber das müssen Überschriften nun mal sein.

Lesen könnt ihr es hier:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/gruppenvergewaltigungen-in-nrw-es-geht-darum-dominanz-durch-sexuelle-aggression-zu-zelebrieren-1.3870092

#metoo hat es bis in die Nachrichten geschafft. Mehrfach. In den Tagesthemen wurde ich zu meiner Meinung gefragt. Das war meine erste Schaltung im Fernsehen, vorher bin ich zwar interviewt worden und war in Sendungen, aber immer mit der Person, mit der ich gesprochen habe im selben Studio und nicht durch einen Knopf im Ohr verbunden.Iich habe mich immer zeitverzögert gesehen/gehört, deshalb habe ich meinen wichtigste Punkt vergessen, nämlich dass #metoo zeigt, dass sexualisierte Gewalt nicht etwas ist, was von außen in unsere Gesellchaft hineingetragen wurde, dass das nicht die anderen, die Muslime etc. sind, sondern dass das ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, das wir gemeinsam angehen müssen.

Trotzdem habe ich glaube ich die wichtigsten Sachen erwähnt. Und hier ist der Beitrag in der ARD Mediathek:

https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-343287.html

Die taz bat mich über #metoo und männliche Opfer zu schreiben. Ich habe darauf einige erschütterte Briefe bekommen und ich möchte wirklich niemandem auf die Füße treten oder meine Meinung aufzwingen.  Er ist als offenes Sprechangebot gemeint. Vielleicht liegen die Statistiken, die ich zitiere, daneben. Aber auf jeden Fall ergeben sie, dass alle Opfer ernst zu nehmen sind. Viel Spaß beim Lesen!

http://www.taz.de/!5453746/

Ich bin so glücklich und ich möchte das mit euch allen teilen! Mein „Vergewaltigungs“-Buch wird auf Englisch erscheinen bei den mighty Verso-Books. Ich bin gerade dabei es zu übersetzen und für ein englisches/amerikanisches Publikum zu überarbeiten. (Spoiler: es wird zwei Kapitel mehr haben als die Deutsche Ausgabe).

Und jetzt hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mein Buch mit dem Sonderpreis „Geisteswissenschaften International“ ausgezeichnet. Hurra!

Daran ist eine Übersetzungsförderung gekoppelt. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft. Und das ist wirklich wunderbar und auch notwendig. Auch tolle und wichtige Verlage wie Verso haben wirkliche Probleme, die Kosten für eine Übersetzung aufzubringen.

Danke Börsenverein des Deutschen Buchhandels, danke Nautilus, danke Verso!

Es ist unglaublich und umwerfend: Die Bundeszentrale für Politische Bildung hat mein Buch mit in ihre Reihe aufgenommen. Hier kann man es bestellen: http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/250160/vergewaltigung

Wir haben uns nicht wirklich gestritten, die Rechtsanwältig Christina Clemm und ich, als wir vom RBB eingeladen wurden, noch einmal über das Buch von Thordis Elva und Tom Stranger zu sprechen und über die Frage, wie es mit dem Verzeihen nach einer Vergewaltigung aussehen kann. Trotzdem hatten wir zum Teil andere Standpunkte. Die Idee für das Gespräch hatte Heide Oestreich nach dem Artikel, den ich für die taz geschrieben hatte.

Nachzuhören ist das Gespräch hier in der RBB Mediathek:

http://mediathek.rbb-online.de/radio/Zeitpunkte-Magazin/Kann-man-Vergewaltigung-verzeihen-Ein-S/kulturradio/Audio?bcastId=20277254&documentId=43005914

Thordis Elva und Tom Stranger haben ein bemerkenswertes Buch geschrieben. Es ist die Geschichte, wie sie, nachdem er sie 1996 vergewaltigte, sich gemeinsam mit diesem Verbrechen auseinandersetzen und es schließlich 16 Jahre später zur Vergebung kommt. Ein anstrenger, aufwühlender und mutiger Weg, den zu lesen sich sehr lohnt, nicht als Rezept, nicht als „der richtige Weg“, sondern als ein möglicher Weg.

Gegen das Buch und die beiden gab es in England und Australien Proteste. Warum es auf so viel Widerstand stößt und warum es trotzdem so wichtig ist, erkläre ich in der taz.

Zu dem Artikel geht es hier:

https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5404475&s=&SuchRahmen=Print/

Und hier ist ein toller Artikel im SPIEGEL darüber, in dem ich auch zitiert werde:

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/throdis-elva-hat-ein-buch-mit-tom-stranger-geschrieben-dem-mann-der-sie-vergewaltigt-hat-a-1142805.html

Und hier ist der TED Talk der beiden: