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Erinnert Ihr euch noch? Letztes Jahr im Oktober, an die dichtgedrängten Gänge der Frankfurter Buchmesse. Damals machten wir auf dem Weltempfang, organisiert von Ingo Herzke, ein Podiumsgespräch über „race“ und „gender“ und die Herausforderungen, die das fürs Übersetzen bedeutet. Wir kamen nicht viel weiter als zum N-Wort und ob race denn nun als Rasse übersetzt werden kann. Spoiler: NEIN!

Deshalb versprachen wir, dieses Jahr über gender zu sprechen. Die Buchmesse findet zwar unter besonderen Umständen statt, und wir sind ins Internet umgezogen, aber wir sprechen a, 15.10. über Geschlecht und Text und warum Frauen zählen wichtig ist, obwohl wir von der Fixierung auf Geschlecht wegkommen wollen, und wieviele Geschlechter es eigentlich gibt und vieles mehr.

Nina George, Bestsellerautorin und Präsidentin des European Writers‘ Council

Karen Nölle, Übersetzerin und Verlegerin

Thomas Meinecke, Autor und Musiker

und ich, an diesem Abend Moderatorin

Hier geht es zum Veranstaltungshinweis und an dem Tag dann auch live mit Link zur Veranstaltung.

Das Beitragsbild zeigt:

F.U.S.I.A. board director Sebastian Berggren demonstrates the concept of dual gender as featured in Wild Side Story

Seit die Schriftstellerin Jennifer Egan 2011 den Pulitzer Preis für ihr Buch „A Visit from the Goon Squad“ (auf Deutsch der größere Teil der Welt) bekommen hat gilt sie als eine der großen Player*innen der Amerikanischen Literatur. Und alle warteten auf den nächsten postmodernen Roman. Der kam dann auch – irgendwie – mit „Black Box“, der zuerst als eine Reihe von Tweets veröffentlicht wurde.

Doch der richtige große Roman blieb aus. Bis jetzt. Jetzt ist „Manhattan Beach“ erschienen, ein Ziegelstein von einem historischen Roman. WIe bitte: historischer Roman? Richtig gehört, die Meisterin des postmodernen Erzählens hat einen historischen Roman geschrieben, der in den Docks von Brooklyn spielt und von der Sehnsucht der Hauptfigur getragen ist, Taucherin zu werden, zu einem Zeitpunkt, wo Frauen eben nicht tauchten …

Hubert Winkels fragte mich, ob ich den Roman als Buch der Woche für den Büchermarkt bespreche. Natürlich!

Hier könnt Ihr die Besprechung hören (und auch lesen, was immer Euch lieber ist):

https://www.deutschlandfunk.de/jennifer-egan-manhattan-beach-das-meer-das-meer.700.de.html?dram:article_id=430309

 

 

Bild: S. Fischer

In Zeiten wie diesen braucht es Lichtblicke. Ich habe lange nach guten Nachrichten gesucht und siehe da, es gibt sie: Köln hat gerade beschlossen, dass es ab jetzt Wickeltische nicht mehr nur auf Damentoiletten geben darf, und trägt ab jetzt der Tatsache Rechnung, dass sich alle Geschlechter um Kinder kümmern. Warum das wirklich wichtig ist, erkläre ich in meiner Kolumne in der taz:

http://www.taz.de/Kolumne-Mithulogie/!5495948/

 

 

Ich liebe den Feministischen Zwischenruf des Gunda Werner Instituts, weil ich dabei immer frei schreiben kann, was mich gerade bewegt. Hier ist das, was mich Anfang Dezember bewegt hat. Dornröschen kommt darin vor, ein Experiment der BBC und natürlich nach wie vor #metoo.

Der Titel lautet: #metoo, three, four- Sexismus für Anfänger

Hier könnt Ihr ihn lesen:

http://www.gwi-boell.de/de/2017/12/01/metoo-three-four-sexismus-fuer-anfaenger

 

 

Bild: smartfat

Lizenz: CC-BY-NC 2.0