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Eltern sein ist schwer und noch schwerer ist es, mit Kindern noch Zeit zum Schreiben, Denken und allem anderen zu finden. Deshalb widmet sich die 25. poetin genau diesem Dilemma. Ich habe mich sehr gefreut, das Carolin Callies dazu ein Interview mit mir geführt hat. Es heißt, ein wenig irreführende: Gebären ist ein Synonym für alle Formen des Schaffens. Das stimmt zwar, aber es hört sich so biologistisch an: Los kommt Leute, kriegt Kinder, um auch Geisteskinder gebären zu können. Meine Erfahrung war, dass Mutter zu werden, es mir erst einmal massiv erschwerte zu schreiben. Aber gleichzeitig wurde das Schreiben umso wertvoller. Was soll ich sagen? Lest die poetin!

Es war einer dieser Abende, die schrecklich anfingen und dann immer besser wurden. Die komplette Innenstadt in Köln war gesperrt und ich kam und kam einfach nicht zum Round Table, den Britta Tekotte einberufen hatte, um mit Thorsten Krämer, Sebastian Ingenhoff und mir darüber zu sprechen, wie wir mit Autoren umgehen, die … hm … rechte Ideologien von sich geben, als wären sie nicht rechts. Darf man Bücher verbrennen? Die Frage ist natürlich nicht ernst gemeint. (Spoiler, ich habe schon mal ein Buch verbrannt, und die Dinger brennen verdammt schlecht.)

Es war ein sehr informativer und inspirerender Abend darüber, wie wir lesen, warum, und welche Bücher wir dringend brauchen. Britta Tekotte hat daraus – unglaublich aber wahr – ein echt toll lesbares Interview zusammengeschrieben. Nachlesen könnt ihr es im Kaput Magazin:

http://www.kaput-mag.com/stories-de/literarischer-roundtable_sebastian-ingenhoff_thorsten-kraemer_mithu-sanyal_britta-tekotte/